Akte X und das Königreich des Kristallschädels

Gestern abend war ich im Kino. Wir waren zur Abwechslung in Darmstadt1 im Kino. Wir sahen uns den fünften2 Teil von Indiana Jones an.

Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte verraten aber soviel sei gesagt: Der neue Indiana Jones hätte eine prächtige Akte-X Doppelfolge abgegeben. Wenn ich nun an die anderen Teile zurückdenke merke ich aber, dass auch die früheren Filme schon stark mystisch angehaucht waren, deswegen geht das in Ordnung.

Dennoch, bei geheimen Miltärstützpunkten in Nevada und einer Menge Mysterien hätte ich wirklich nur darauf gewartet, dass Karen Allen einen FBI-Ausweis zückt und Harrison Ford anfängt Sonnenblumenkerne zu kauen. Wie Cinema schreibt spricht Harrison Ford von Science-Fiction-Elementen. Naja, sagen wir es sind Spurenelemente. Wenn auch viel Fiction drin steckt ist Science eher nicht mit von der Partie.

Für Fans ist der Film mit kleinen Hinweisen auf die anderen Indiana Jones-Teile gepflastert. Solide Action und teilweise sarkastischer Humor macht den Film von Anfang bis Ende sehenswert. Wer bei der Friedhof-Szene „Und Sie sind Lehrer?“ – „halbtags“ nicht wenigstens innerlich lachen muss, dem ist nicht zu helfen.

Für meinen Geschmack sind aber etwas zu viele Widerlichkeiten3 zu sehen. Der Anfang ist einfach grotesk überzogen (Dafür weiß ich jetzt, warum man in Amerika so große Kühlschränke hat).

Unterm Strich bleubt ein 2-Stunden-Abenteuer, dem man die Länge nicht anmerkt. Ein bisschen vom Charme der alten Teile ging aber auch verloren. Dafür gibt’s von mir vier von fünf Filzhüten sowie eine Peitsche und ein Klappmesser.

  1. Das gibt noch einen eigenen Eintrag, wahrscheinlich [zurück]
  2. Indiana Jones 4 ist eigentlich The Fate of Atlantis. [zurück]
  3. Wenn jemandem die Augen wegbrennen, muss ich dass dann doch nicht sofort und in voller Größe sehen [zurück]

4 Gedanken zu „Akte X und das Königreich des Kristallschädels“

  1. Also ich hab den Film auch gesehen und auch wenn der Film streckenweise okay war, würde ich nicht so mild urteilen. Gerade das Ende war doch einfach nur billig und viel zu sehr SciFi-Action. Also ich hätt mir mehr Dschungel und Ureinwohnerstämme gewünscht als so Alien-Kram… aber in der Summe war der Film okay.

  2. ich fand den film auch gut 🙂

    und das beste ist, wenn man am ende der spätvorstellung durchs kino läuft pfeifen mindestens die hälfte der anderen kino-besucher eine bekannte melodie. und man ertappt sich selbst, dass man auch pfeift 😉

  3. Nur zum Vergleich: Als Belloq in „Jäger des verlorenen Schatzes“ die Bundeslade öffnet platzen ihm und Herman Dietrich der Schädel während Major Toht das Gesicht schmilzt. Soviel zur Widerlichkeit der letzten Szenen. Nichts, was es nicht schon vorher in Indy gab.

    Unter’m Strich lässt sich sagen, dass Lucas/Spielberg sich mit (im Bezug auf das Setting) dem Generationen/Zuschauerwandel ein wenig vergriffen haben. Wo in der Trilogie noch das religiöse und spirituelle ein Thema war, war es im 4. Teil der Versuch mit einem entsprechenden Setting und Effekten auch die jüngeren Kinogänger zusätzlich zum fest eingeplanten Stammpublikum an die Kinokassen zu locken. Geklappt hat’s. Was man davon halten mag, bleibt jedem selbst überlassen. Aber allein für das Grinsen von Karen Allen (Marion Ravenwood) war mir der Film sein Geld wert 🙂

  4. Endlich konnte auch ich den 4. Indy Teil sehen. In HD auf Blu Ray mit 5.1 und BS 😉

    Nun mein Fazit: Der Film hat meine Erwartungen weit übertroffen, die waren allerdings auch nicht wirklich hoch. Nach „Die Hard 4.0“ wusste ich, dass mal wohl mit einem CGI Feuer rechnen musste, und die Kinder der Helden auch mächtig mitmischen.

    Nun, jeder Indy Fan der ins Kino ging und hoffte „Huiiii, der wird bestimmt besser als Teil 3“ muss wohl zu oft vom „big rock“ überrollt worden sein. Klar kommt der Film nicht annährernd an die Qualität der Ur-Triologie ran. Aber deswegen hatte ich mir nicht den Film angeschaut. Das Bild und die Statue von Brody und das Einspielen der Grals-Melodie bei dem Anblick von Henry Jones sr. Bild war schon genug.

    Die Action war ein wenig überdreht und die Effekte zuviel. Trotzdem, wenn man heutzutage einen Film wie „The Last Crusade“ drehen würde dieser vermutlich keinen mehr hinterm Ofen vorlocken, daher sei auch das den Machern verziehen.

    Vor allem lustig war, dass Cate Blanchett Oppenheimer zitierte, und auch noch das selbe Zitat welches Sean Connery in „Hunt for red october“ so am Herz lag, hehe. Allerdings sollte ich dazusagen, auch wenn es nicht der Politcal Correctness entspricht, haben mir die Nazis irgendwie gefehlt. Russen zu verhauen ist seit dem Ende des kalten Krieges in Filmen irgendwie aus der Mode gekommen…aber Nazis einen auf die Armbinde zu geben sollte jedoch immer als stylisch gelten 😉

    Zwei Anmerkungen noch: Wenn sich Indy die Russen von anfang vom Leibe halten wollen, hätte einfach die Bundeslade in Area 51 aufmachen sollen und die Augen schließen sollen, fand das toll dass die da war.

    Nummer zwei: Für die „widerliche Szene“ am Ende von „The Last Crusade“ hat ILM sogar einen Oscar abkassiert!

    Abschließend: Wieviel „D’s“ sind in Indiana Jones? 23 — DDDD–DDD-DDDDD-…..hehe

    PS: @Amenthes: Hoffe der Kommentar ist so wie du ihn dir vorgestellt hast 😉

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